In der historischen Forschung und politischen Diskussion werden die Begriffe „Antijudaismus“,
„Antisemitismus“ und „Antizionismus“ noch immer wenig differenziert
gebraucht. Die meisten Autoren neigen dazu, in Anlehnung an den umfassenden
englisch-amerikanischen Begriff „antisemitism“ alle nur denkbaren judenfeindlichen
Aktionen der Geschichte und Gegenwart als „antisemitisch“ zu erklären. Der Antizionismus
ist eine moderne Spielart des Antijudaismus und Antisemitismus. Neben dem Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus gab und gibt es nach
wie vor Judenfreundlichkeit und Toleranz gegenüber den Juden, auch im Mittelalter.
In dem umfangreichen Kapitel „Christentum und Islam – Wie steht es um die Toleranz
der Muslime gegenüber Christen und umgekehrt?“ stellt der Autor fest, dass sich die
gegenseitige Toleranz der Angehörigen der beiden Religionsgemeinschaften ungleich
entwickelt hat und vor allem auf Seiten des Islams ein Nachholbedarf an Demokratie
und Rechtsstaatlichkeit besteht. Wie in einem Brennspiegel fließen Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus
im Kapitel „Palästinenser und Israelis, Juden und Moslems – ein konfessioneller Konflikt?“
in einem Punkt zusammen. Im Schlusskapitel „Ausblick und Schlussbetrachtung“ zeigt der Autor, dass die europäische
Kulturlandschaft nicht nur vom Christentum, sondern auch vom Judentum
und vom Islam geprägt wurde und noch wird.
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