Von 1798 bis 1831 veränderte sich Berns Gesicht mit dem Übergang vom Ancien Régime zum liberalen
Kanton grundlegend. Diese Umwälzungen konnten an einer eng mit dem staatstragenden Patriziat verflochtenen Aufklärungssozietät wie
der Oekonomischen Gesellschaft nicht spurlos vorübergehen. Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung einer traditionellen
Aufklärungsgesellschaft hin zum bürgerlich-bäuerlichen Massenverein des 19. Jahrhunderts. Sie stellt damit einen bis heute als wenig
spektakulär beurteilten Zeitabschnitt in der Geschichte der Oekonomischen Gesellschaft ins Zentrum des Interesses. Dabei werden
die Bedingungen, welche das Überleben der Gesellschaft in einer turbulenten Umbruchzeit ermöglichten, ebenso aufgezeigt, wie die
Faktoren, welche die tiefgreifende Wandlung der Oekonomischen Gesellschaft von der Reformsozietät zum bürgerlichen Landwirtschaftsverein
anstiessen.
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