Die Gathas des Sartoscht

aus dem Persischen ins Deutsche übertragen
von Reza Madjderey

Rezension


Aus dem Klappentext

Mit der vorliegenden Textsammlung werden die Gesänge oder ›Gathas‹ des Sartoscht in einer vollständigen Übersetzung erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Die Person des Autors ist im Abendland zwar hinlänglich bekannt - man nennt ihn Zarathustra, Zoroaster, Zoroastra, Zoroastre oder auch Sarastro -, der Blick auf seine Lehre wurde bislang jedoch von gelehrten Streitereien nahezu komplett verstellt. Sartoscht gehörte ohne Zweifel zu den geistigen Größen der Menschheitsgeschichte, er ist sozusagen Weltkulturerbe, gleichgültig, ob man ihn nun ins zweite oder ins erste vorchristliche Jahrhundert zu datieren versucht. ›Gutes Denken, gutes Reden und gutes Handeln‹: Diese drei Maximen werden in den Gathas als Aufrufe zur Gewaltlosigkeit im Denken wie im Handeln ausgeführt. Dazu gehört die Wertschätzung eines würdigen und aktiven Lebens in Freiheit und Toleranz, der Respekt vor der Schöpfung und die Bescheidenheit vor Gott, die Reinhaltung der Umwelt im Allgemeinen und des Wassers im Besonderen sowie die Bekämpfung von Armut und Unwissenheit.

Das eigene Glück spiegelt sich laut der Lehre des Sartoscht stets im Glück des Anderen. Soziales Verhalten in diesem Sinne vermag die Grundlage eines dialogischen Verstehens zu schaffen und uns Menschen mit unserem Aufeinander-angewiesen-Sein zu versöhnen. Kurzum, es wird Zeit, die Gathas zu lesen. Sie verdienen es. Textkritische Ausgaben haben in der Regel den Nachteil, der Allgemeinheit nicht zugänglich zu sein. Herr Reza Madjderey sei an dieser Stelle wegen der vorliegenden Übersetzung gedankt. Ihm ist es gelungen diese mit dem altpersischen Original, unter Zuhilfenahme der mittel- und neupersischen Fassungen sowie der englischen, französischen und deutschen Übersetzungen, zu fundieren.


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